Frauenarztpraxis
   Dr. med. Beatrix Schuback
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Mögliche Begleittherapien im Bereich der Onkologie

Welche Ergänzungen (Begleittherapien) zur Schulmedizin gibt es?

Krebs ist eine Erkrankung, die den ganzen Menschen erfasst. Sie muss deshalb auch ganzheitlich behandelt werden. Alle Behandlungsmethoden sollten sich untereinander ergänzen. Ergänzende Behandlungen sollen die Lebensqualität trotz der Krankheit erhalten, ernste Rückfälle verhindern und die Heilungschancen erhöhen. Eine ganzheitliche Behandlung bezieht den Patienten mit ein.

Aus den zahlreichen Therapieangeboten werden folgende drei Behandlungsformen, die als Begleittherapie bei Krebserkrankungen eingesetzt werden können, beschrieben:

1.) Misteltherapie:
Es ist in vielen Studien nachgewiesen worden, dass bestimmte Wirkstoffe aus der Mistel die Aktivität und die Zahl der Abwehrzellen unseres Immunsystems erhöhen. Trotz vielversprechender Forschungsresultate ist die Wirksamkeit der Misteltherapie immer noch umstritten. Untersuchungen zeigen, dass die Misteltherapie bei der Krebserkrankung folgendes bewirken kann:

  • das gesunde Gewebe wird stabilisiert
  • die unspezifischen Abwehrkräfte werden angeregt, dies kann zu einem verbesserten Zusammenwirken der Botenstoffe des Immunsystems führen
  • die Fähigkeit der Lymphozyten Tumorzellen anzugreifen oder sogar unschädlich zu machen kann verstärkt werden
  • das Allgemeinbefinden kann verbessert und damit die Lebensqualität gesteigert werden
  • das Fortschreiten einer Krebserkrankung kann in einigen Fällen verlangsamt werden
Die Behandlung mit den sogenannten Mistellektinen geht davon aus, dass jeder Organismus von Natur aus die Fähigkeit hat, sich durch Selbstregulation und Regeneration zu heilen. Diese Kräfte müssen angeregt werden. Dabei hilft die Misteltherapie. Von insgesamt etwa 1300 Mistelarten und -formen findet nur Viscum album in Europa eine Verwendung als Arzneimittel. Der Extrakt aus den Misteln wird unter die Haut gespritzt; wie oft und in welcher Dosierung, hängt vom jeweiligen Präparat ab. Die Misteltherapie sollte in Kombination mit anderen Maßnahmen der biologisch-ganzheitlichen Krebsbehandlung durchgeführt werden.

2.) Organo-Therapie:
Für die Leistung unseres Immunsystems sind u.a. zwei Organe des Körpers von großer Bedeutung - die Thymusdrüse und die Milz. Um Abwehrschwächen zu beheben, verwenden Ärzte Präparate, die Substanzen aus diesen Organen entsprechen. Zu den wirksamen Substanzen aus der Thymusdrüse gehören Hormone, Eiweißverbindungen (sog. Peptide) und andere Faktoren. Aus der Milz nutzt man ebenfalls spezielle Peptide. Die Behandlungsformen mit diesen Präparaten werden als Organo-Therapie bezeichnet. Bei Krebspatienten lassen sich Thymusfaktoren und spezielle Peptide erfolgreich als unterstützende und heilungsfördernde Behandlung einsetzen. Während die Thymusfaktoren vor allem zur Vermehrung und Aktivierung von T-Lymphozyten (wichtige Abwehrzellen unseres Immunsystems) beitragen, bewirken bestimmte Peptide aus Milz oder Leber vorwiegend eine Stabilisierung des Immunsystems und des Stoffwechsels. In der Regel werden zwei Injektionen pro Woche gegeben. Bei der Behandlung kann auch ein Wechsel zwischen Thymus- und Mistelspritzen vorteilhaft sein. Die Thymusfaktoren regen die Bildung neuer Abwehrzellen an, durch Mistellektine können die neuen Zellen dann aktiviert werden.

3.) Orthomolekulare Therapie:
Die Orthomolekulare Therapie ermöglicht durch ergänzende Vitamine und Mineralien eine konsequente und ausgewogene Versorgung des gesamten Organismus und damit auch des Immunsystems mit wichtigen Mikronährstoffen. Bei den orthomolekularen Substanzen handelt es sich um sogenannte Nahrungsergänzungsmittel und nicht um Arzneimittel. Um die orthomolekularen Substanzen in optimaler Dosis verabreichen zu können, muss der individuelle Vitalstoffstatus zuvor ermittelt werden.

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Was bedeutet Orthomolekulare Medizin und wie wirkt sie?

Die Orthomolekulare Medizin wurde in den USA bereits 1978 als offizielles Heilverfahren in die Medizin eingeführt. Seit einigen Jahren wächst auch in Europa die Zahl der orthomolekularen Therapeuten.

Der Bergriff "orthomolekular" hat seinen Ursprung in orthos (griech.) = richtig, gut und molekular, Molekül (Lat.) = Baustein von Substanzen.

Das Therapieprinzip der Orthomolekularen Medizin beruht auf der Erkenntnis, dass der menschliche Körper für ein gesundes, reibungsloses Funktionieren aller Organe über 40 Vitalstoffe benötigt. Gemeint sind Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und essentielle Fettsäuren. In der richtigen Menge und Konzentration bieten sie den optimalen Gesundheitsschutz und unterstützen die Genesung.

Der amerikanische Biochemiker Linus Pauling definierte das Wirkungsprinzip wie folgt: "Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung guter Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentration von Substanzen, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit verantwortlich sind."

Die Orthomolekulare Medizin nutzt ausschließlich Substanzen, die sowohl in der Nahrung als auch in unserem Körper ganz natürlich vorkommen. Es sind Vitalstoffe, wie z.B. die Vitamine und Mineralien. Unser Körper kann sie nicht selbst herstellen. Sie müssen als Mikronährstoffe regelmäßig in ausreichender Menge zugeführt werden, damit wir gesund und leistungsfähig bleiben. Der individuelle Vitalstoffstatus ist von verschiedenen äußeren und inneren Faktoren abhängig, z.B. Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, Alter, Gesundheitszustand und Umwelteinflüssen. Oft ist die optimale Deckung des Vitamin- und Mineralstoffbedarfs selbst mit gesunder, vielseitiger Mischkost nicht zu schaffen. Vitalstofflücken sind fast unvermeidlich. Durch orthomolekulare Substanzen in optimaler Dosis können diese Lücken gefüllt werden.

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Inwieweit kann die Orthomolekulare Medizin Krankheiten erfolgreich vorbeugen und behandeln?

Durch einen optimalen Nährstoffstatus kann eine wirkungsvolle Krankheitsvorbeugung betrieben werden, um die Vitalität bis in das hohe Alter zu erhalten und Alterungsprozesse zu verzögern. Aber es können auch im Krankheitsfall notwendige Therapien in ihrer Wirksamkeit entscheidend durch die Nährstofftherapie unterstützt werden. Damit die therapeutischen Reize beantwortet und wirksam werden können, benötigt der Organismus eine entsprechende Reaktionsfähigkeit. Diese wird maßgeblich von einem ausgeglichenen Vitalstoff-Status mitbestimmt.

Viele Erkrankungen entstehen durch einen Mangel oder ein Ungleichgewicht an Vitalstoffen (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren, Enzyme, Fettsäuren). Belegt ist, dass ein Mangel an Vitalstoffen die Entstehung von Rheuma, Adernverkalkung, Herzleiden, Nierenschwäche, Darmerkrankungen und Krebs fördert. Das Ziel der orthomolekularen Therapie ist es, dem Organismus diejenige Menge an Nährstoffen konzentriert zuzuführen, die eine Eigenregulation wieder herstellt. Die Orthomolekulare Medizin verwendet also ausschließlich Substanzen (Moleküle), die natürlicherweise im menschlichen Organismus vorhanden sind und benötigt werden. Das Besondere an dieser Therapieform ist, dass nicht Arzneimittel, welche Symptome einer Erkrankung unterdrücken, Verwendung finden, sondern Substanzen, welche im Idealfall die Ursache einer Erkrankung beseitigen können. Natürlich ist auch die Orthomolekulare Medizin keine Wundertherapie. Doch sie kann in sehr vielen Fällen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass körpereigene Regulationsmechanismen (z.B. reagiert unser Körper auf einige Infekte mit Fieber) und Selbstheilungskräfte in Gang kommen, die eine Therapie mit oftmals nebenwirkungsreichen Arzneien überflüssig macht.

Nehmen wir das Beispiel der zunehmenden immunologischen Schwächen. Die Folgen einer reduzierten Immunlage sind z.B. häufig wiederkehrende Infekte. In vielen Fällen beruht dieses Phänomen auf einer schlechten Versorgung mit dem Metall Zink. So können ständige Erkältungen, Mittelohrentzündungen, Pilzinfektionen oder anderen Infekte entstehen. Diese möglichen Folgen von Zinkmangel können durch eine Zinkeinnahme behandelt werden. Damit wird die Ursache der Krankheit beseitigt.

Die orthomolekulare Therapie kann auch sinnvoll im Krankheitsfall von Diabetes, Bluthochdruck, Hypercholesterinämie, Niereninsuffizienz, Leberinsuffizienz, Allergien, Rheumatische Erkrankungen und bei Krebserkrankungen angewendet werden. Im Fall von Krebserkrankungen wird die Orthomolekulare Medizin als Begleittherapieform gewählt, so dass durch Unterstützung der Nährstofftherapie die anderen klassischen angewandten Therapieformen wirkungsvoller werden können. Sie macht die Chemo- oder Strahlentherapie verträglicher und kann zu verbesserter Wirkung beitragen, die Vitalstoffe können die Bildung von Metastasen hemmen und der Entstehung bösartiger Tumoren vorbeugen und sie erhöhen das Wohlbefinden und die Lebensqualität.

Bei chronischen Schmerzzuständen werden z.B. die Vitamine des B- Komplexes (B1, B6 und B12) verabreicht, um die Reparatur der geschädigten und überreizten Nerven mit zu gewährleisten.

Ein weiteres Beispiel für orthomolekulare Therapieansätze ist die Therapie mit Vitamin B12 bei einer bestimmten Form der Blutarmut (pernizösen Anämie).

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Wann werden Nahrungsergänzungsmittel verabreicht?

Der Organismus muss regelmäßig und gleichmäßig mit ausreichend Nährstoffen versorgt werden. Mit einer, ergänzend zur normalen Nahrung, zusätzlichen Einnahme dieser als "orthomolekulare Substanzen" bezeichneten Wirkstoffe lässt sich die Vitalstoffbilanz entscheidend verbessern. Dies gilt vor allem für Situationen in denen ein deutlich erhöhter Bedarf an Vitalstoffen mittlerweile bewiesen ist z.B. bei Chemo- und Strahlentherapie, im Alter und bei Krankheit, in Zeiten erhöhter geistiger und körperlicher Anstrengung, in der Schwangerschaft und während der Stillperiode, während der Wachstumsphase bei Kindern, in den Wechseljahren, bei erhöhten Schadstoff- und Umweltbelastungen, unter Einnahme von Hormonen und bei starkem Stress. Eine besondere Risikogruppe hinsichtlich der natürlichen Vitaminversorgung und deren Verwertung im Organismus stellen Raucher und Alkoholiker dar.

Für die Orthomolekulare Medizin gilt der Grundsatz, dass der Bedarf an Nährstoffen, welcher für die Erhaltung der Gesundheit nötig ist, von Mensch zu Mensch sehr verschieden sein kann. Diese biochemische Individualität erfordert also eine sehr differenzierte Betrachtungsweise bei der Wahl der richtigen Nährstoffsupplemente und deren Dosierung. Keinesfalls ist der Bedarf bei jedem Menschen gleich. Das Alter, das Geschlecht, genetische Veranlagung, die Lebensumstände, vorliegende oder durchgemachte Erkrankungen, verschiedene Arzneimittel, Ernährungs- und allgemeine Lebensgewohnheiten verändern den Bedarf an Vitalstoffen.

Einer der wichtigsten Grundsätze in der Orthomolekularen Medizin ist also die Optimaldosierung. Dies bedeutet: Vitamine sind (bis auf A, D und K) in hoher Dosierung anzuwenden, Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitaminoide sind ausreichend hoch zu dosieren. Zu hohe Dosierungen der Vitamine A, D und K können jedoch schädlich sein, da nicht benötigte Mengen nicht direkt ausgeschieden werden können.

In der Orthomolekularen Medizin wird nicht selten mit ausgesprochen hohen Dosen bestimmter Nährstoffe therapiert, denn eine präventive oder therapeutische Wirkung im orthomolekularen Sinne ist nicht zu erzielen, wenn die Substanzen zu niedrig dosiert sind. Am bekanntesten ist die Megadosistherapie mittels Vitamin C-Infusionen. Eine erhebliche Immunstimulation, ausgeprägte Entgiftungsvorgänge und antivirale Wirkungen sind die Folge. Diese Therapie kann zur Behandlung von Virusinfektionen wie z.B. Virusgrippe oder Herpesinfektionen ausgenutzt werden. Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt.

Einnahme von Vitaminen:
Grundsätzlich gilt, dass Vitamine bei zusätzlicher Einnahme möglichst zu den Mahlzeiten sowie über den Tag verteilt in kleinen Dosen genommen werden sollen.

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Schützen Vitamine vor Krebs?

Seit einigen Jahren werden Vitamine und Spurenelemente, vor allem Vitamin A, C und E sowie Selen als Krebsschutzfaktoren diskutiert. Wissenschaftliche Untersuchungsergebnisse lassen darauf schließen, dass Vitamine wahrscheinlich vor Krebserkrankungen der Atemwege, des Magens, der Mundhöhle und Zunge schützen können. Das heißt aber auf keinen Fall, dass man so viele Vitamine wie möglich schlucken sollte. Viele Empfehlungen zur Vitaminversorgung, die sich nicht an wissenschaftlichen Daten orientieren, sind reine Werbung für den Verkauf von entsprechenden Präparaten.

Für einige Vitamine gilt "viel hilft viel" sowieso nicht:
Entweder wird der Überschuss einfach vom Körper ungenutzt ausgeschieden, wie beim wasserlöslichen Vitamin C; oder es ist sogar giftig, wie beim Vitamin A, wo eine Überdosierung zu Hautschäden, Lebervergrößerung und allgemeiner Schwäche führen kann.

Vitaminversorgung bei Krebspatienten:
Solange Krebspatienten keine Probleme mit einer ausgewogenen Ernährung haben, gibt es für sie keinen Grund, zusätzlich Vitaminpräparate einzunehmen. Das kann sich natürlich nach einer Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung oder bei fortgeschrittener Erkrankung ganz anders darstellen. Hier helfen die behandelnden Ärzte mit Informationen darüber weiter, was im Einzelfall besonders wichtig ist.

Therapeutisch werden in erster Linie Vitamin A und seine chemischen Abkömmlinge eingesetzt. Sie beeinflussen vor allem bei Krebsarten, die Haut und Schleimhäute betreffen, z.B. im Mundbereich, vorgeschädigte Zellen besonders günstig. Die meisten Vitaminpräparate sind keine Arzneimittel, sondern sogenannte Nahrungsergänzungsmittel und damit ohne Rezept erhältlich. Dennoch sollten alle diese Präparate über einen längeren Zeitraum nur unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden.

Natürliche oder synthetische Vitamine? Die Frage, ob natürliche Vitamine besser wirken als synthetisch hergestellte ist schwer zu beantworten. Natürliche Vitamine werden aus Lebensmitteln gewonnen, synthetische Vitamine werden in Labors hergestellt und. Die Molekülform von synthetischen und natürlichen Vitaminen ist nicht zu unterscheiden und unter kontrollierten Bedingungen im Labor wirken synthetische Vitamine genauso gut wie die natürlichen Vitamine. Aber wir leben nun mal in keiner perfekten und kontrollierbaren Umwelt und können die Vielzahl von Beeinflussungen unserer Umwelt und unseres Organismus nicht mit Laborbedingungen gleichsetzen.

Synthetische Vitamine sind günstiger, wesentlich leichter herzustellen und haben eine längere Haltbarkeit als natürliche Vitamine.

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Ernährung: Was nutzt und was schadet?

Bei der Behandlung von Krebserkrankungen kommt es nicht nur darauf an, die Geschwulst zu beseitigen, sondern auch die Gründe auszuschalten, die zur Erkrankung beigetragen haben und die eine Genesung beeinträchtigen könnten. Deshalb ist es sehr wichtig, die konventionellen Therapien durch abwehrstärkende Maßnahmen, eine vollwertige Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise zu ergänzen und zu unterstützen. Wie eine gesunde vitaminreiche Ernährung aussehen kann, lässt sich beispielsweise in den Broschüren der Deutschen Gesellschaft für Ernährung nachlesen (http://www.dge.de, hier finden Sie u.a. auch ein Ernährungslexikon).

Folgende Merkmale nutzen und sind auf eine Krebsvorbeugung ausgerichtet:

  • hoher Ballaststoffgehalt (mindestens 30g/Tag)
  • geringer Alkohol-, Kaffeekonsum
  • mindestens 2 bis 3 Liter Flüssigkeit pro Tag (möglichst Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetee)
  • wenig Salz verwenden
  • Kräuter und Gewürze einsetzen
  • Gemüse und Früchte der Saison verwenden
  • möglichst viel Obst und Gemüse roh verzehren
  • möglichst viel naturbelassene Nahrungsmittel verzehren
  • mehrere Mahlzeiten auf den Tag verteilen
  • für ausreichende Vitamin- und Mineralzufuhr sorgen
Folgende Faktoren schaden und weisen möglicherweise auf eine krebsverursachende Ernährung hin:
  • zu hoher Fettanteil
  • vitamin- und mineralstoffarme Kost
  • ballaststoffarme Kost
  • Nikotin-/Alkoholkonsum
  • kochsalzreiche Nahrung
  • häufiger Konsum von rohem Fleisch (hoher Cadmium-Anteil)

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Wie finde ich für mich die richtige Therapie?

Die Ergebnisse epidemiologischer Studien über Wirkung und Nutzen orthomolekularer Substanzen sind überzeugend. Daher kann eine Therapie als Begleitung zu bestimmten Erkrankungen oder chronischen Belastungen empfohlen werden.

Um mit einer individuell angepassten Therapieform möglichst schnell zu einer optimalen Aufsättigung an Vitalstoffen im Organismus zu kommen, sollte zunächst der individuelle Vitalstoffstatus ermittelt werden. Hierzu sind folgende Untersuchungen möglich, die Sie bei Ihrem Arzt durchführen lassen können:

Die Erstellung eines Blutbildes, eine Urinuntersuchung und eine erweiterte Haar-Mineral-Analyse (auch HMA abgekürzt). Bei der HMA werden an verschiedenen Stellen Kopfhaare entnommen und im Labor untersucht. Dabei werden fehlende Mineralstoffe, lebensnotwendige Spurenelemente und Schwermetallbelastungen festgestellt. Zusammen mit dem Blutbild und der Urinuntersuchung ergibt sich für den Arzt ein mosaikartiges Bild der Regulationsmechanismen unseres Körpers.

Diese Untersuchungen gemeinsam mit einer anschließenden orthomolekularen Beratung durch Ihren Arzt sind erforderlich, um eine optimale, maßgeschneiderte Zusammenstellung und Dosierung für Ihre orthomolekulare Therapie zu erreichen.

Zur Sicherstellung einer optimalen Aufnahme (Resorption) und Verträglichkeit der eingenommenen Vitalstoffe ist auch während der Therapie eine weitere ärztliche Kontrolle notwendig.

Die Ermittlung des individuellen Bedarfes an Vitalstoffen, die hierzu notwendige Labortechnik, sowie die Untersuchung des gesamten Blutes fällt aus dem festgelegten Laborrahmen heraus und steht somit dem Kassenarzt leider nicht routinemäßig zur Verfügung. Dies gilt auch für die umfassende orthomolekulare Beratung. Ebenso werden diese Leistungen in der Regel nicht von den Kassen übernommen.

In der folgenden Tabelle finden Sie die lebensnotwendigen Vitalstoffe, die in einer ausgewogenen Ernährungszusammenstellung enthalten sein sollten und nach folgenden allgemeinen Richtwerten aufgenommen werden sollten. Es wird angegeben, welche Mangelerscheinungen auftreten können, auf welches Organ die Stoffe hauptsächlich wirken, in welchen Lebensmitteln die Stoffe enthalten sind und wann ein erhöhter Bedarf in Frage kommt. Diese Zusammenstellung soll vor allem Krebspatienten einen ersten Überblick über die Vitalstoffe geben, die hilfreich sein können. Die aufgeführten Vitalstoffe können eine Behandlung der Krebserkrankung nicht ersetzen sondern allenfalls ergänzen.

Vitalstoffe Bedarf pro Tag Wirkung In Lebensmitteln Erhöhter Bedarf
Vitamine (1) Antioxidantien (Radikalfänger)
Vitamin A 5.000 IE Verringerung von Herzerkrankungen, Schlaganfall, Erhöhung der Zytotoxität der Abwehrzellen Leber, Fisch, Lebertran, Eier, Milch, Käse, Butter und über Beta-Karotine (Gemüse, Obst) Während Chemo-und Strahlentherapie
Vitamin C 75-150mg Erhöhte Infektresistenz, verbesserte Immunabwehr, antivirale Wirkungen, Verminderung der Arteriosklerose, ausgeprägte Entgiftungsvorgänge, baut Schadstoffe ab (Nitrosamine) Zitrusfrüchte, Obst, Gemüse Während Chemo- und Strahlentherapie
Vitamin E 10-20mg Verminderung von Mukositis, aktiviert Immunsystem, Schutz vor Schadstoffen, Zellschutz, entzündungshemmend Pflanzliche Öle, Weizenkeime, Fischöle, Nüsse, Soja, Getreide, Eier Während Chemo-und Strahlentherapie
Beta-Karotin 8-15mg Schützt Zelle und Zellkern vor Entartung, fördert die Zellreparatur, hemmt Tumorwachstum Farbige Gemüse und Obst, besonders Möhren, Spinat, Brokkoli Während Chemo-und Strahlentherapie
Vitamine (2) Stoffwechsel, Zellfunktion, Nerven
B-Vitamine (B1, 2, 3, 6, 12, Biotin u.a.) 0,005-1,7mg Optimieren die Zellfunktion, neurologische Störungen, Schleimhautschutz u.a.
B1: Müdigkeit, Appetitmangel
B2: Mangel bei älteren Menschen, Hautveränderungen
B3: Herzerkrankungen, Tumoren, Psychische Störungen
B6: Neurologische Störungen, Herzerkrankungen, Tumoren
B12: Herzerkrankungen, Schmerzsyndromen, Nervenschädigungen
Fleisch, Geflügel, Fisch, Hülsenfrüchte, Vollkorn Evtl. bei Stoffwechselstörungen, Nervenfunktion
Vitamin D 100-400 IE Osteoporose, Herzerkrankungen, hemmt Zellteilung, fördert Knochenaufbau Milchprodukte, Seefische, Lebertran Nicht geklärt (evtl. bei Brust-und Darmkrebs)
Folsäure 0,6-1mg Depressionen, psychische und neurologische Störungen, Schleimhautveränderungen, Krebsschutz, Blutbildung Grüne Blattgemüse, Hefe, Vollkorn, rotes Fleisch Evtl. bei Mangel an weißen Blutzellen oder Antikörpern, Darmentzündungen
Spurenelemente
Selen 50-100µg Zellschutz, Aktivierung von Reparaturenzymen der DNA, Immunstärkung, Entgiftung Seefisch, Eier, Fleisch, Getreide Während Chemo-und Strahlentherapie
Zink 10-20mg Bestandteil von über 100 Enzymen, Beeinflussung von T-Zellen, Immunstimulierung, Immunschwäche Fleisch, Fisch, Milch, Gemüse Bei Immunschwäche, Schadstoffbelastung
Kupfer 1,5-3mg Rote Blutkörperchen, Blutbildung, Immunstimmulierung Nüsse, Vollkorn, Fisch, Hülsenfrüchte Nicht geklärt (bei Immunschwäche)
Mangan 2-5mg Aktiviert Enzyme (Katalysator), Knorpelbildung, Entgiftung, Arthrose Getreide Nicht geklärt
Chrom 0,05-0,2mg Fettverbrennung, Zuckerverwertung Käse, Fleisch, Vollkorn, Nüsse, Honig, schwarzer Tee Nicht geklärt
Molybdän 0,2-0,5mg Stoffwechsel, Kariesschutz, Gicht, Impotenz Hülsenfrüchte, Vollkorn, Bierhefe, Kakao Nicht geklärt
Mineralstoffe
Eisen 5-15mg Sauerstoff-u. Kohlendioxidtransport, Blutbildung, Zellatmung Rotes Fleisch, grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte, Schalenfische, Geflügel, Nüsse, Vollkorn, Eigelb Nicht geklärt (bei Blutarmut, zur Zellreparatur)
Magnesium 200-400mg Nerven, Muskeln, Herz, Blut, Depressionen Vollkorn, Gemüse, Nüsse, Fleisch Bei nervlicher Belastung, Depressionen
Calcium 1-1,5g Knochenbildung, Zähne, Zellstoffwechsel, Immunstärkung, Entgiftung Milchprodukte, Gemüse Darmregulierung, Darmkrebs
Fettsäuren
Omega-3-Fettsäuren 1-1,2g Krebsschutz, Immunstärkung, Herzschutz, hemmt Entzündungen Seefisch, Pflanzenöle, Soja, Nüsse Nicht geklärt (bei Entzündungen, Untergewicht)
Aminosäuren
Glutaminsäure 0,2-2g Baustein für Gluthation (wichtiges Antioxidans), krebshemmend, Entgiftung Vollwertnahrung Bei Belastung durch freie Radikale, Chemotherapie
Cystein 200-600mg Entgiftung, Antioxidans, Abwehrstärkung, Bildung von Abwehrzellen Fisch, Fleisch Nicht geklärt (bei Belastung durch freie Radikale)

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Müssen Krebspatienten anders essen als Gesunde?

Die Ernährung gehört zu den wichtigsten Themen in der Krebsbehandlung. Eine Krebsdiät gibt es jedoch nicht, wichtig sind gesunde schmackhafte und ausgewogene Mahlzeiten für den allgemeinen Gesundheitszustand und die Lebensqualität. Keine der in den Medien propagierten sogenannten "Krebsdiäten" hat nachweislich eine heilende Wirkung. Einige Krebsdiäten sind sogar schädlich, v.a. wenn sie sehr einseitige Vorschriften machen oder sogar das Fasten mit einbeziehen.

Während und nach der Behandlung haben Krebskranke einen hohen Bedarf an Vitalstoffen. Diese Vitalstoffe müssen im Verbund oder als Baustein ständig mit der Nahrung zugeführt werden. Sie sind für den Organismus lebensnotwendig. Von den etwa 40 bekannten Vitalstoffen benötigt der Krebskranke einige in besonderem Maße und oft in erhöhter Dosierung.

Liegen keine speziellen Ernährungsprobleme im Zusammenhang mit der Erkrankung oder in Folge einer Therapie vor, so gelten für Krebspatienten wie für Gesunde die gleichen Empfehlungen einer gesunden ausgewogenen Ernährung. Leider treten im Laufe einer Krebsbehandlung nicht selten Nebenwirkungen auf, die dann doch besondere Aufmerksamkeit bezüglich der Ernährung verlangen, z.B. nach Operationen im Verdauungstrakt, bei einer Chemo- oder Strahlentherapie. Die Nahrungsaufnahme kann jedoch durch eine Ernährungstherapie verbessert werden. Am Anfang der Ernährungstherapie steht die Besprechung mit einer Ernährungsfachkraft, Ärzten oder Pflegekräften mit viel Erfahrung. Zusammen mit dem Patienten wird ein Ernährungsplan erstellt. Vorzugsweise versucht man, die Nährstoffaufnahme über den natürlichen Weg, also das Essen, zu steigern.

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Was können Sie selbst tun?

Sie als Patient sollen und können selbst aktiv an Ihrer Genesung mitwirken. Eine gesundheitsbewusste Lebensweise, psychische Stabilität, vollwertige Ernährung und häusliches Immuntraining sind wertvolle Heilhilfen. Eine persönliche positive Einstellung ist von großer Bedeutung. Mit der richtigen inneren Einstellung zur gewählten Therapie und dem Vertrauen zu Ihrem behandelnden Arzt sind wichtige Voraussetzungen geschaffen.

Welche Verhaltensregeln sind hilfreich?

  • Psyche und Immunsystem: Wenn die Seele darniederliegt, werden auch die Abwehrzellen müde und kraftlos. Nutzen Sie deshalb alle Möglichkeiten, die helfen, Ängste, depressive Gedanken oder Hoffnungslosigkeit zu überwinden. Sich zu informieren und über die Krankheit zu sprechen, ist immer ein wichtiger erster Schritt.
  • Essen: Essen Sie so, dass die Körper- und Abwehrzellen mit allen Nähr- und Wirkstoffen versorgt werden, die sie brauchen. Viel Gemüse, Vollkornerzeugnisse und Obst sollen auf den Teller kommen, aber nur wenig Fett, Fleisch und Süßigkeiten. Trinken Sie zwei bis drei Liter pro Tag. Rauchen Sie nicht. Trinken Sie Alkohol allenfalls in kleinen Mengen.
  • Sport: Bewegen Sie sich täglich an der frischen Luft. Das ist ein wirksames Immuntraining; ebenso Kneippgüsse oder Bürstenmassagen. Wer rastet, bei dem rosten die Abwehrzellen. Sport in Maßen ist möglich. Extrembelastungen sollten vermieden werden.
  • Schlaf: Sorgen Sie auch bei übermäßiger Abgeschlagenheit und Ruhebedürfnis für ein geregeltes Schlafverhalten. Zu viel Bettruhe kann das Müdigkeitsgefühl verstärken. Planen Sie feste Ruhezeiten ein. Tagsüber können Entspannungsübungen (Yoga oder Massagen) eine ähnliche Erleichterung wie Schlafen bringen. Fragen Sie Ihren Arzt nach einem Programm für eine angemessene körperliche Betätigung. Vorsichtig dosierte Bewegung trainiert Muskeln und die Ausdauer, verbessert die Sauerstoffversorgung des Körpers und hält wach.

Hier bieten wir Ihnen einige Tipps, wie Sie im Alltag Kräfte sparen können:

Körperpflege:

  • Setzen Sie sich beim Duschen auf einen Stuhl
  • Benutzen Sie eine Bürste mit langem Griff für Füße und Rücken
  • Handgriffe an Wand und Badewanne erleichtern das Aufstehen

Mobilität:

  • Platzieren Sie innerhalb des Hauses Stühle an passenden Stellen, um Ruhepausen einlegen zu können
  • Schlafen Sie im Erdgeschoss, nicht in einem oberen Stockwerk
  • Benutzen Sie für längere Strecken eine Gehhilfe
  • Suchen Sie sich weniger anstrengende Tätigkeiten aus, wie z.B. Spazieren gehen

Hausarbeit:

  • Benutzen Sie zum Transport von Vorräten eine Einkaufstasche auf Rädern
  • Wenn möglich, verrichten Sie Ihre Tätigkeiten im Sitzen
  • Benutzen Sie zur Bodenreinigung Geräte mit langen Griffen
  • Füllen Sie im Sitzen die Wäsche aus der Waschmaschine in den Trockner
  • Setzen Sie sich zum Bügeln hin
  • Benutzen Sie einen elektrischen Dosenöffner und ein elektrisches Messer
  • Bereiten Sie das Essen im Sitzen zu
  • Stellen Sie häufig benutzte Gegenstände in Brusthöhe ab, um Bücken und Strecken zu vermeiden
  • Benutzen Sie, wenn möglich, eine Geschirrspülmaschine
  • Wenn Sie rühren oder den Mixer betätigen, dann stellen Sie die Schüssel auf eine Gummiunterlage oder ein nasses Geschirrtuch, damit sie nicht wegrutschen kann
  • Benutzen Sie leichte Kochutensilien
  • Kochen sie gleich doppelte Portionen und frieren Sie die Hälfte ein

Kinder:

  • Bringen Sie den Kindern bei, auf den Schoß zu klettern, dann brauchen Sie sie nicht hochzuheben
  • Planen Sie Aktivitäten, die im Sitzen verrichtet werden können

Arbeitsplatz:

  • Legen Sie häufig Pausen ein
  • Achten Sie auf eine Ihren Möglichkeiten und Einschränkungen angepasste Gestaltung des Arbeitsplatzes

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Weitere Links

http://www.inkanet.de
Das Informationsnetz für Krebspatienten und Angehörige: Hier finden Sie sehr gute und ausführliche Informationen zu Krebsarten allgemein, Therapien und zum Thema Sozialrechte.

http://www.krebsinformation.de/belastende_symptome.html
Das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg gibt hier Informationen zu verschiedenen belastenden Symptomen.

http://www.krebsinformation.de/pflegetips.html
Das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg gibt hier Informationen zu Pflegetipps bei unterschiedlichen Symptomen.

http://www.biolabor.de/dt/home.html
Hier finden Sie acht Buchvorschläge zum Thema Vitalstoffe.

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